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Referenzprojekt Softwareentwicklung

Interaktive Katalog-CD

interaktive Katalog-CD

mit Java Servlets (Apache Tomcat), dem kompakten SQL-Datenbankserver Apache Derby, Apache Ant

entwickelt für eine Auflage von 30.000 CDs.

Hintergrund

Der Katalog eines großen Automobil-Zulieferers sollte auf CD übertragen werden. Ein webbasierter Online-Katalog lag vor, er basiert auf einer Java Servlet Anwendung.

Eine CD-Version des Kataloges zur Weitergabe an Kunden existierte bereits in der Vergangenheit, wurde aber bei jeder neuen Auflage mit hohem Aufwand manuell erstellt.

Nun sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, den Online-Katalog automatisch in eine CD-Version umzuwandeln.

Die Anforderungen:

  • Die Umwandlung des Online-Kataloges in die CD-Version sollte weitgehend automatisiert geschehen.
  • Die CD sollte ohne vorherige Installation, ohne Administratorprivilegien und ohne weitere Voraussetzungen unter Windows laufen, eine Installation sollte aber alternativ möglich sein.
  • Es sollte auch eine Download-Version erstellt werden, die ohne Administratorrechte installiert werden kann.
  • Zielplattform war Windows ab 98 bzw. 2000.

Technische Umsetzung

Verwendete Technologien

Komponenten für die Generierung der CD
Komponenten für die Generierung der CD

Das Projekt wurde in einer Java-Umgebung realisiert. Zum Einsatz kommen ein Apache Tomcat Servlet-Container und die Embedded SQL-Datenbank Apache Derby.

Für die Steuerung des Generierungs-Prozesses wird Apache Ant eingesetzt.

Für die Herstellung der Windows Installations-Pakete und der Download-Datei wird der kommerzielle "Advanced Installer" verwendet.

Start von CD

Die größte Herausforderung bei dem Projekt war die Anforderung, dass der Katalog auch ohne weitere Voraussetzungen von CD starten sollte. Ein frisch installiertes Windows 98 hat z.B. kein installiertes Java Runtime Environment (JRE). Daher wird das JRE auf der Katalog-CD mitgeliefert. Andererseits ist es aus Performancegründen besser, ein eventuell schon auf dem Zielrechner installiertes JRE zu benutzen, sofern es von der Version her geeignet ist.

Der Lösungsweg besteht darin, ein kleines Windows-Startprogramm zu entwickeln (start.exe), das beim Einlegen der CD über Autorun gestartet wird. Dieses Startprogramm prüft, ob ein geeignetes JRE installiert ist und startet Tomcat dann mit dem "besten" JRE, das es findet, wobei der installierten Version Vorzug gegeben wird. Tomcat und damit die Webanwendung erhalten vom Startprogramm eine Reihe von zusätzlichen Parametern wie z.B. die eingestellte Windows Sprache, damit die Katalog-Applikation sich entsprechend anpassen kann.

Sobald Tomcat fertig gestartet ist (in der Lage ist, Anfragen zu beantworten), wird der Standard Browser des Rechners auf die Startseite des Katalogs gelenkt.

Wegen der Vielzahl von Artikeln benutzt die Katalog-Anwendung die embedded SQL-Datenbank Derby, die im Nur-Lese-Modus in der Lage ist, direkt von der CD SQL-Anfragen zu verarbeiten.

Das Startprogramm zeigt ein Symbol im Statusbereich der Windows-Taskleiste an. Um den Katalog zu beenden, kann man hier einen Menüpunkt auswählen, das Startprogramm beendet dann auch Tomcat. Alternativ ist die Beendigung über Funktionen innerhalb der Webanwendung möglich.

Installation

Für eine Installation ohne Administratorrechte ist Java der problematische Teil, weil dessen Installation im "offiziellen" Programmverzeichnis entsprechende Rechte voraussetzt.

Unser Installer fragt daher nach dem Zielort der Installation, als Vorgabe wird das Windows "Programme" Verzeichnis angegeben. Falls der Benutzer nicht genügend Zugriffsrechte für dieses Verzeichnis hat, so kann er ein anderes Zielverzeichnis angeben, für das er diese Rechte besitzt.

Der Installer ist jeweils so konfiguriert, dass er testet, ob auf dem Zielrechner bereits ein geeignetes Java Runtime Environment (JRE) installiert ist. Falls nicht, so wird ein JRE in das ausgewählte Zielverzeichnis kopiert und steht dann nur für die Katalog-Anwendung zu Verfügung.

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