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aldebaran KnowhowEinrichten eines gemeinsamen DSL-Anschlusses für ein GebäudeMit überschaubarem Aufwand kann ein einziger DSL-Anschluss viele Rechner im eigenen oder im Mehrfamilienhaus bedienen. Das durchschnittliche Datenvolumen einer Privatnutzung vorausgesetzt, reicht die Geschwindigkeit eines solchen Breitbandanschlusses auch für eine größere Zahl von Rechnern und Nutzer/innen meist völlig aus. Die Kosten für die Einrichtung separater DSL-Anschlüsse können damit gespart werden. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie einen solchen Gemeinschaftanschluss realisieren können. Inhaltverzeichnis
1 Das ZielJede Wohnung bekommt eine Dose mit einem einzigen Anschluss, der universell zu benutzen ist. Es handelt sich um eine 10/100 MBit Ethernet Leitung. An diese kann man jeden heute handelsüblichen Computer (auch Apple Macintosh) sofort anschließen und ist "drin". Für den Anschluss des Computers ist nur noch ein Patch-Kabel für ca. 2 Euro notwendig. Einstellungen am Computer müssen dann in der Regel gar nicht vorgenommen werden. Zusätzlich steht es den Parteien frei, durch die Ergänzung ihres Anschlusses mit einem kleinen Kasten, einem sog. Switch, in der Wohnung weitere Computer anzuschließen. 2 Der erste Schritt, die VerkabelungEine wichtige Voraussetzung ist die Verkabelung im Haus. Notwendig ist je Wohnung eine Twisted Pair Cat. 5e Verbindung zum "Technikraum" im Keller. Sinnvoll wäre es, einen kleinen 19" Schrank im (nicht feuchten und nicht zu warm werdenden) Keller installieren zu lassen, an dem die Verbindungen ankommen. Diese Installationen müssen deshalb "vom Fachmann" durchgeführt werden, weil sie eine der größten Fehlerquellen sind, wenn man es selber macht. Entscheidend ist, dass die Verkabelung als Ergebnis ein Messprotokoll hat, in dem das ordnungsgemäße Funktionieren der Verkabelung dokumentiert ist. Am Knotenpunkt im Keller - ggf. im 19" Schrank - muss es Strom geben. 3 Der DSL-Anschluss beim ProviderDer DSL Anschluss selbst wird ebenfalls im Keller am Knotenpunkt eingerichtet. Wer noch keinen Anschluss eingerichtet hat: DSL Tarife gibt es wie Sand am Meer. Wir empfehlen auf jeden Fall eine Flat-Rate, d.h. es gibt nur eine monatliche Grundgebühr, unabhängig von der Intensität der Nutzung. Achtung, einige DSL Anbieter beschränken die Nutzung bei manchen Tarifen auf einen einzigen Arbeitspatz. Fast alle Provider subventionieren DSL-Modems oder Router, wenn man den Anschluss bestellt. Während ein DSL Modem sowieso benötigt wird, ist es häufig sinnvoll, statt des angebotenen Routers einen besseren zu verwenden, um höhere Zufriedenheit zu erreichen - mehr dazu weiter unten. 4 Die Geschwindigkeit des AnschlussesEs empfiehlt sich, nicht mit nur 1 MBit/s anzufangen, sondern gleich einen "dickeren" Anschluss zu nehmen; und zwar nicht aus dem Grund, dass der Anschluss nicht reicht, sondern weil das Surfen mit hoher Geschwindigkeit einfach (tatsächlich) mehr Spaß macht und täglich Zeit spart. Die monatlichen Mehrkosten fallen pro Partei kaum ins Gewicht. Bei nur wenigen Parteien (unter fünf) gilt das nicht uneingeschränkt. 5 Wartungsarm = ZufriedenheitEine Installation, die gut und möglichst reibungslos funktioniert, ist viel wert. Dabei sind Ansprüche von privaten Nutzer/innen nicht geringer, als es bei Firmen-Kunden der Fall wäre: Wenn man einen schnellen Internet-Anschluss hat, benutzt man ihn auch und verlässt sich darauf mehr und mehr. Störungen können nervenaufreibend sein, insbesondere in einer Hausgemeinschaft, die keinen "Chef" hat, bei dem man jammern kann. Daher empfehlen wir wartungsarme Komponenten, die unserer Erfahrung nach reibungslos funktionieren (siehe Tabelle weiter unten). Weiterhin kann es ratsam sein, gleich einen ISDN Anschluss mit zu bestellen, der als Fernwartungszugang zum DSL Router fungieren kann. Ein IT Dienstleister kann darüber kostengünstig Fehler analysieren und ausräumen. 6 Die Zukunft, Stichwort SkalierbarkeitEin in der Planung unbedingt zu berücksichtigender Punkt ist die Skalierbarkeit des gesamten Systems. Eine Erhöhung der Kapazität des Anschlusses sollte, wenn nötig, ohne hohen Aufwand möglich sein. Die Gefahr, dass ein Anschluss von 10 Parteien schnell überlastet ist, wird so in ihren Auswirkungen begrenzt. Im übrigen wird eine gemeinsam genutzte Internet-Anbindung immer wirtschaftlicher sein als individuelle Anschlüsse bei den Parteien (sofern die Kosten für Instandhaltung nicht zu hoch sind, weil man am Anfang zu sehr gespart hat). 7 Stau-StatistikUm mitzubekommen, wann die Grenzen der Leitung erreicht sind, empfiehlt sich die Einrichtung eines Leitungs-Monitors. Über das Internet können dann alle Parteien Statistiken und Grafiken über die Auslastung und Zuverlässigkeit des Anschlusses abrufen, um bspw. Aussagen wie "abends zwischen 7 und 8 ist die Leitung immer überlastet" überhaupt machen zu können. Wollen Sie auch wissen, welche Partei das System besonders stark nutzt? In dem Fall ist ein besserer Switch notwendig (siehe Tabelle weiter unten, Position 3). Dieser Switch bietet auch wesentliche Vorteile bei der Eingrenzung von Störungen. Diese Investition kann sich tatsächlich im Zweifelsfall lohnen. Für die individuelle Nutzungs-Analyse wird allerdings noch ein Dienstleister benötigt, um die Daten aus dem Gerät zu erfassen und sichtbar zu machen. Das geht auch übers Internet. 8 Der Fünf-Jahres-PlanZu beachten ist, dass die Anfangsinvestitionen mindestens über fünf Jahre gerechnet werden müssen. Wenn man anfangs 300 Euro zu sparen versucht, so steigen die Kosten auf fünf Jahre eher durch vermehrte Wartung. 9 Thema SicherheitEines sollte noch erwähnt werden: Wer seine PCs an dieses Netz anschließt, ist damit potentiell Angriffen und Ausspähungs-Versuchen durch die anderen Teilnehmer/innen mehr ausgesetzt, als wenn man nur ganz normal im Internet surft. So könnten unter Umständen die Nachbar/innen auf Dateien zugreifen, wenn die Einstellungen am eigenen Computer das zulassen. Die Sicherheit gegenüber Angriffen aus dem Internet ist dagegen weit höher als bei individuellen Lösungen. 10 Tabelle mit Komponenten, die wir empfehlen können
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